Gedanken zum Tag

Hier sollen in unterschiedlichen Abständen Ideen, Bilder, kurze Andachten, Gedichte,… veröffentlicht werden. Eben Gedanken zum Tag.

Wer eigene Gedanken hier veröffentlichen möchte schickt diese bitte per Mail an: Theresa.rossenbach@evlks.de

Leuchten lassen

Justas und Matas haben etwas gebaut. mit dem Kreuz aus der KinderKirchenNacht in der Kreuzkirche und der richtigen Beleuchtung entstand ein Kunstwerk. Schaut mal:

Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12)

Ostergestalten im Pflegewohnzentrum Friedrichstadt

Ich habe ganz unerwartet eine Flaschenpost bekommen. Mit bunten Bildern und einem Bericht aus dem Pflegewohnheim Friedrichstadt. Vielen Dank an Frau Barthels für den Einblick in ihre Einrichtung. 🙂

Auch in unserer Einrichtung werden die Bewohner*innen derzeit gebeten, etwas Abstand voneinander zu halten. Zu größeren Beschäftigungsgruppen, wie es sonst üblich ist, laden die Alltagsbetreuerinnen derzeit nicht ein. Doch in Einzelarbeit oder genügend großem Abstand am Tisch können die Senioren aufeinandertreffen.

Hier wurden Plastikeier für den Garten am Pflegewohnzentrum Friedrichstadt marmoriert. Dazu tropft man nur wenige Tropfen spezieller Marmorierfarbe auf die Wasseroberfläche eines passenden Gefäßes. Mit etwas Geschick und einer drehenden Handbewegung bleibt die Farbe auf der Eieroberfläche haften. Jedes gestaltete Ei ist somit einzigartig. Die neuen Eier hängen bereits in unserem Garten. Wir sind glücklich, dass wir diesen Garten haben. Wir nutzen ihn sooo gern zur Erholung.

An verschiedenen anderen Tagen gestalteten Senioren und Alltagsbetreuerinnen Ostereier aus verschiedenfarbigem Papier. Eine Schere, etwas Leim und ein hübsches Band – mehr braucht es nicht dazu.

Flaschenpost – ein Abenteuer

Ich erinnere mich noch ganz genau an einen Urlaub am Meer. Hohe Wellen, Salz in der Luft und auf der Haut und Sanz zwischen den Zehen. Und Wind, viel Wind. Alles riecht, schmeckt, sieht und fühlt sich an wie ein Abenteuer. Zumindest die ersten drei Tage. Danach merkt man dieses ungewohnte Nichts-Tun-Müssen. 

Diese lange Weile, die immer größer wird. Und grade wenn man anfängt sich an dieser Weile zu stören, in diesem Moment kommen einem Ideen.

die Vorzüge der Langeweile

Ich war vielleicht 12, blickte auf die glitzernden Wellen und dachte an alle Abenteuerromane die ich längst ausgelesen hatten und deren Helden (ok, in der „Insel der blauen Delfine“ gab es eine Heldin).

Wenn doch jetzt ein Piratenschiff zwischen den glitzernden Wellen auftaucht. Oder ein Delfin zum spielen vorbeischwimmt, oder, oder, …. Oder zumindest eine Flaschenpost hier ankommt.


Das war mein Stichwort. Flaschenpost. Das müsste doch gehen… Vorbei war es mit der Langeweile, es musste ja alles gesucht werden was man für eine gute Flaschenpost so braucht. Eine Flasche, Zettel und Stift und irgendwas um sicher zu sein, dass die Flasche auch dicht hält. Und dann muss man sich ja gut überlegen was man hineinschreibt, was man über sich preisgibt, was man von dem Menschen wissen will, der die Flasche findet.

Und dann habe ich die Flaschenpost losgeschickt. Sicherlich gibt es in irgendeinem Familienalbum noch ein Foto von dem Moment, doch ich erinnere mich auch so. An das große Meer, und die kleine Flasche, an das Werfen, loslassen und hinterherschauen. An die weißschäumenden Wellen und den Horizont.

Und ich erinnere mich ans Warten. Wie oft ich wohl in der Woche danach die Wellen nach Flaschen abgesucht habe, in der Hoffnung eine fremde Flaschenpost zu finden. Ich habe ca. drei Falschen gefunden und aus den Wellen geholt. Alle drei waren Plastikmüll und ich habe sie im nächsten Papierkorb entsorgt. Und eine Antwort habe ich bis heute nicht bekommen. Wenn jemand meine Flasche finden sollte, würde seine Antwort mich sicherlich nicht mehr erreichen, weil ich mittlerweile schon 3 Mal umgezogen bin.

Und doch erinnere ich  mich gerne daran, wie ich den Brief geschrieben habe, die Flasche geschlossen, an die Meeresluft und die großen Wellen und diese freudige Ungewissheit. Gute Erinnerungen.

Meine Erfahrung mit der Flaschenpost

Wenn ihr nun auch Lust bekommt auf das Flaschenpostschreiben, dann könntet ihr mit dem Schreiben von Briefen beginnen. Ich hab gestern lange mit einer Mitarbeiterin eines Pflegeheims gesprochen, deren Bewohner sich sicherlich über einen lieben Brief, eine schöne Karte oder ein buntes Bild freuen würden. Und ganz wie bei einer Flaschenpost wisst ihr auch noch nicht, wer eure Post erhält und ob ihr eine Antwort bekommt.  Ein kleines Abenteuer. Und hoffentlich gute Erinnerungen. Und vielleicht eine Freundschaft.

Wer mitmachen möchte, darf sich gerne bei mir melden.

Theresa Rossenbach

Frühlingsboten

Spaziergangsfund von Theresa Rossenbach

Fastenzeit.

Die Fastenzeit ist etwas, was mir jedes Jahr schwerfällt. Um mich herum treffe ich auf Menschen, die sehr strikt auf Schokolade, Kuchen, Fleisch oder Alkohol verzichten. Ich selbst kann damit wenig anfangen. Auf Fleisch verzichte ich eh ganzjährig, aber Schokolade und Kaffee brauche ich einfach. Ich probiere es also immer wieder aus darauf zu verzichten, und scheitere.  Und wie oft bin ich schon in das Fettnäpfchen getreten,  anderen Menschen in der Fastenzeit ungefragt ein Stück Schokokuchen mitzubringen? Bis heute habe ich noch nicht gelernt, wie man elegant aus diesem Fettnapf steigt.

Fastenzeit.

Und dann kam der Hype um das positive Fasten auf, nicht mehr Verzicht auf Genussmittel, sondern Dinge tun die mir und Anderen gut tun. Eine gute Idee. Zeit für Wesentliches schaffen.  #Achtsamkeit. „7 Wochen ohne“ oder gar Klimafasten…  Ideen und Anregungen gibt es mehr als genug. Und jedes Jahr stehe ich erneut vor der Frage: „Wie umgehen mit der diesjährigen Fastenzeit?“

Und oft kommt dann am Aschermittwoch in mir dieses „Silvestergefühl“ auf. Oder nennen wir es eine Mischung aus Resignation und Trotz. Resignation vor dem Wissen, dass man seine Vorsätze eh brechen wird und der daraus erwachsende Trotz, der mich davon abhält überhaupt welche auszusprechen. Und an diesem Punkt steige ich dann aus, bevor ich angefangen habe. Fastenzeit ist eben nicht so meins…

Und heute?

Heute bin ich seit über einer Woche zuhause und vermisse die realen Kontakte zu vielen Menschen:

  • Umarmungen von guten Freunden und Familie
  • Händeschütteln und spontane Tür- und Angelgespräche die trotz ihrer Kürze meinen Horizont erweitern
  • Blicke. Getauscht über den Schreibtisch, schräg am Computer vorbei, erwartungsvoll von Schülern oder quer durch den Bus von Fremden.
  • Das Klingen der Becher/Gläser/Flaschen, welches gemütliche Abende unter Freunden begleitet.

Ungewollt und unfreiwillig. Mein diesjähriges Fasten.

Und dabei kann ich Dank Telefon, Internet,  Kamera und Mikrofon viele Menschen sehen und hören. Ich bekomme aufmunternde Bilder geschickt, kann anrufen und darf im Sonnenschein spazierengehen so viel ich mag.  Aber ich merke jeden Tag stärker wie wichtig mir die Menschen um mich herum sind. Und wie dankbar ich für die Begegnungen bin und sein darf.

Vielleicht freunde ich mich in diesem Jahr doch noch mit dem Fasten in der Fastenzeit an. Denn wenn dieses unfreiwillige „Soziale-Nähe-Fasten“ aushaltbar ist,  dann sollte ich das mit dem Kaffee/Zucker/Schokolade/Alkohol/… im kommenden Jahr doch mal hinbekommen, oder? Dann aber gewollt und freiwillig!

Bleiben Sie gesund und behütet,

Ihre Theresa Rossenbach